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Bulimie und Selbstbefriedigung

Ich muss verrückt sein so zu leben

Schon fast ewig plane ich etwas über Bücher zu schreiben. Irgendwie gab es aber nie einen Anstoß so tolle Berichte über Literatur zu verfassen. Nun geht es aber los — doch diese Kategorie wird sich nun mit Gedanken befassen, die ich in Büchern finde.

Manche werden dieses bekannte Buch von Shane Claiborne sicher kennen … Ich muss verrückt sein so zu leben. Grob geht es um Nächstenliebe, Christsein, Vision, Berufung usw. Drei Gedanken sind mir bis jetzt besonders aufgefallen von denen ich euch berichten möchte.

Geistliche Bulimie

Diese Metapher bezieht sich kritisch auf die westliche Christenheit, wie sie sich in ihren Kirchenmauern verschanzt, 1000 Predigten hört, die angesagten geistlichen Bücher liest, gesalbte Anbetungs-Veranstaltungen besucht und, und, und. Das ist nicht schlecht, aber ist auch irgendwie problematisch wenn Christsein zur kirchlichen Kultur verkümmert in der es vorrangig darum geht, dass alle sich schön wohl fühlen. Man konsumiert sooo viel gute biblische Lehre und fromme Gemeinschaft, aber man verdaut es nicht; man geht nicht hin in alle Welt, man kümmert sich wenn man gut ist vielleicht um die Armen in der eigenen Gemeinde, aber die draußen bleiben leider draußen. Irgendwie kotzt man alles wieder aus.

Geistliche Selbstbefriedigung

Wieder eine Metapher; diese zielt auf das schon beschriebene Wohlfühl-Evangelium ab. Folgen wir Jesus nach oder suchen wir nur die sanfte Theophanie? Jesus wurde am Kreuz hingerichtet, in der Apostelgeschichte lesen wir von Steinigungen und Verhaftungen. Wir leben zwar in keiner Christenverfolgung mehr, aber wir haben Angst uns als gläubig zu outen. Jesus ruft zur Nachfolge und wir singen ihm dafür fromme Lieder und lesen Bibel. Da wird man nicht rot dabei, niemand schaut einen komisch an und es ist weder schmutzig noch eine Gefahr für die Gesundheit.

Wie lebt man eigentlich als Christ?

Diese Frage sollte man mal versuchen gründlich zu beantworten! Leben als Christ ist schwer: Demut, dienen, vergeben, Zeit für Andere haben, den Armen und Kaputten aktiv helfen. Natürlich ist es Leichter zu lernen und studieren was man als Christ genau glaubt. Das Gelernte im Alltag anzubringen kann dagegen so manchen Traum zunichte machen.

Das bisher; es gibt noch ganz paar Seiten zu lesen und vielleicht auch noch einen Artikel zum Buch…

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