Am Montag war ich auf dem Weg von Bautzen nach Arnsdorf; von einer Geburtstagsfeier zur nächsten. Es war dieser Pfingstmonat mit jenen heftigen Gewitterstürmen, die in Sachsen und Brandenburg wüteten. In Bautzen habe ich davon so gut wie überhaupt nichts mitbekommen. Dafür aber in Bischofswerda.
Dort blieb nämlich die Bahn stehen weil entwurzelte Bäume Barrikaden auf den Gleisen bildeten. Dummdidumm — zum Glück hatte ich Papas Dostojewski dabei. Statt knapp 30 Minuten dauerte meine Reise etwa zwei Stunden. Weiter ging es nun mit dem Bus im Schienenersatzverkehr.
Noch im Bus meldete sich der Fahrer:
Ist hier jemand im Bus, der sich in Arnsdorf auskennt?
… Schallendes Gelächter …
Ähm, ich meine sich nicht SO auskennt!!!
Scheinbar konnte niemand helfen. Ich saß ganz hinten, der Bus war übervoll, und Schreibzeug war mir auch keines zur Hand. So erfragte sich der arme Busfahrer bei Autofahrern den Weg zum Arnsdorfer Bahnhof; und alle durften dort ungemütlich auf ihren Anschlusszug warten, außer ich
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