»Wir machen Dresden zu einer […] Festung gegen Intoleranz und Dummheit.« Dieser Satz stammt von der aktuellen Oberbürgermeisterin Helma Orosz. Dresden wurde vor 65 Jahren in einem Bombenangriff schwer zerstört. Es war Krieg den die Nazis angezettelt hatten und plötzlich kamen auch Bomben von der anderen Seite zurückgeflogen.
Dresden hatte es heute (eher gestern) nicht leicht: den Opfern von damals angemessen zu gedenken und zum anderen standen schon wieder tausende Nazis auf der Straße.
Allerdings ist ein Erfolg zu verbuchen. Neben der ideellen Festung einer riesigen Menschenkette in der Altstadt gab es heute Blockaden und Demos auf der Neustädter Elbseite, welche den Nazi-Marsch effektiv verhinderten.
Das einzige was mich mal wieder ankotzt: dass effektive Festungen oft einen Haufen dummer Chaoten anziehen. Warum schwenkt man Nationalfahnen von Kuba und der Sovjetunion? OK, diese Länder sind links statt recht, aber gerade letzteres ist auch nicht unbedingt für Toleranz und Friedfertigkeit bekannt. Was nutzen brennende Mülltonnen auf unbedeutenden Nebenstraßen? Wozu schmeißen manche Spinner Steine auf Polizisten?
Wäre der heutige »zivile Ungehorsam« nicht viel effektiver ohne sinnlose Gewalt? Würden dann die Medien anders berichten und beim nächsten Festungenbauen noch mehr Leute mobilisiert?
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