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Café Jehuda

Es ist nun genau eine Woche her, dass ich mit Dani und Torsten in Prag war und nun erscheint auch der längst versprochene Artikel. Anlass für unseren Ausflug war ein Konzert von Stryper. Diese veranstalteten gerade eine Welttournee zum 25-Jährigen Bandbestehen und Prag war der nächst gelegene Gig.

2010-01_stryper-prag__01Los ging’s gegen 11:30 Uhr mit dem Eurocity Zug ab Dresden Hauptbahnhof. Die haben auf dieser Linie noch Abteile, was das Bahnfahren zum Highlight macht oder einen prima schlummern lässt. Zudem ist es eine ganz hübsche Strecke: entlang der Elbe, zwischen den Sandsteinfelsen der Sächsischen- und Böhmischen Schweiz.

2010-01_stryper-prag__19Prag ist eine hammergeile Stadt. Jeder, der noch nicht dort war, sollte das schleunigst nachholen. Haufenweise hübsche Häuser, Kirchen usw. – hinzu kommen noch beeindruckende Denkmäler und 1000 kleine Details, die alles einzigartig machen. Unser Stadtrundgang war ziemlich kurz, aber dennoch beeindruckend.

Tss … mit etwas Abstand (1,5 Wochen später) klingt die Touristenschiene ziemlich daneben. Wem interessiert das???

2010-01_stryper-prag__16Selber war man eigentlich eher wegen dem Konzert und den vielen Kneipen in Prag. Dabei war das Café Jehuda unser absoluter Favorit. Abgelegen von den touristischen Haupt- attraktionen und doch sehr nah an der Retro Music Hall lag es für uns perfekt. So kehrten wir vor und nach dem Konzert insgesamt drei Mal dort ein 8-) Diese kleine Kellerkneipe wurde, bis auf uns drei Touristen, ausschließlich von jungen Tschechen besucht, war liebevoll urgemütlich eingerichtet und für das große Staropramen zahlten wir lediglich 23 Kč.

Wie oben angedeutet fand das Konzert in der Retro Music Hall statt. Dank zeitigen Erscheinens hatten wir echt geile Plätze: zweite/dritte Reihe vor der Bühne, genau in der Mitte. Die tschechische Vorband Kreyson heizte schon alle heftig ein.

2010-01_stryper-prag__32Und dann kamen Stryper auf die Bühne. Hammer! Einerseits wurden alle geilen Klischees bedient: Bienenlook und Bibelwerfen; optisch und musikalisch übertrafen sie aber meine Vorstellungen. Sie klangen wesentlich druckvoller als von Aufnahmen bekannt und sahen trotz ihrer Kostüme nicht mehr so strange wie in den Achtzigern aus. Kurz: sie wirkten wie eine anständige Metalband und dazu kam noch eine ordentliche Message. Mit einem Segen verabschiedete sich Michel Sweet um nach Utrecht weiterzureisen.

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