Heute Morgen ist mir wieder einmal aufgefallen, dass unsere Gesellschaft sehr stark vom Konsum geprägt ist: fast überall gibt es Garantieversprechen. Neulich ist meine Grafikkarte kaputt gegangen. Im 3D-Modus erschienen riesengroße pinke und hellgrüne Rechtecke, Nebel sah aus wie eine Wolke aus Lego-Bausteinen. Also bin ich zum Computerladen und die haben mir einfach eine neue versorgt, natürlich kostenlos … dank Garantie.
Das ist eine super Sache bei Technikzeugs. Auf menschlicher Ebene aber totaler Unsinn. Die aktuelle Diskussion im Bundestag zum Thema Spätabtreibung hat mich auf dieses Thema gebracht. Nun sollen meine Gedanken nicht ausschließlich auf so einen krassen Fall bezogen werden und ich möchte anfügen, dass ich unbekümmerter Junggeselle bin.
Wir Menschen finden uns wunderbar damit ab, dass alles gut geht, und lasen uns schnell begeistern. Auch wenn man auf der Suche nach neuen Freunden ist wird man wahnsinnig schnell von Äußerlichkeiten geblendet: Klamotten, Sprüche, Talente, Freundesfreunde, Humor und so weiter. Da stehen Dinge wie Ehrlichkeit manchmal zu weit hinten an. Bei Problemen merkt man dann aber sehr schnell was Freunde und was Kumpels sind — und selber erwischt man sich auch am eigenen Verhalten zu seinen Freunden wie wichtig diese einem sind wenn sie Probleme haben. Noch schwieriger ist es bei Eltern und Geschwistern. Diese bekommt man vorgesetzt. Da kann man erstmal nur akzeptieren. Das gute bei Eltern ist jedoch, dass man diese in der Regel seit seiner eigenen Geburt kennt und sich an sie gewöhnt hat seit dem man denken kann. Aber zurückgeben kann man seine Familie nicht. Es bleibt die Familie und man kann maximal abhauen.
Besteht irgendwann einmal der Wunsch selber Kinder zu haben überlegt man sich das gründlich (denke ich mir zumindest so). Aber irgendwie hat man auch kleine strahlende Babys vor Augen, die am Anfang fast nur über volle Windeln, Lachen oder Weinen kommunizieren können. Überlegt man sich auch, dass Kinder echt Stress machen können und Sorgen bereiten??? Wenn ich mir überlege, was mein Bruder und ich schon ungewollt unseren Eltern für Stress gemacht haben wird mir etwas mulmig zu Mute. Auch von meiner Omi möchte ich euch erzählen. Sie ist über 80 und sorgt sich immer noch enorm um ihre Kinder. Das obwohl keiner von ihnen kifft, alle ein sächsisches Abitur plus Studienabschluss haben und auch deren Kinder aus dem „Gröbsten” raus sind.
Denkt man an das alles? Denkt man vorher auch schon an die Möglichkeit, dass Kinder krank oder körperlich eingeschränkt sein könnten?
Das ist die Frage, die ich zum Thema stellen möchte. Dann will ich euch noch von Gott erzählen, dem Herrn und Vater. Da gibt es in der Bibel zwei tolle Bilder. Das erste ist die Geschichte vom verlorenen Sohn (Lukas 15,11-32 – bei Bibelserver.com selber lesen). Da ist ein junger Mann, der sich von seinem Vater sein Erbe auszahlen lässt um dann damit ins Ausland zu gehen das Geld zu verprassen. Als ihm dann eine Finanzkrise (≈ Hungersnot) in die Armut treibt fasst er den Entschluss zu seinem Vater zurückzugehen, da es dort den Zeitarbeitern (≈ Tagelöhnern) besser geht als ihm in seiner jetzigen Situation. Der Vater empfängt ihn mit offenen Armen und nimmt alle Schmach von ihm. So ist Gott auch zu uns. Egal was wir für Scheiße gebaut haben er nimmt uns an.
Die zweite Storry handelt von der Menschheit. Gott hat sich zwei Leute, Adam und Eva, ausgesucht und sie in den Garten Eden gesetzt. Es waren seine geliebten Kinder, die machen konnten was sie wollten. Er wollte sie nur ab und zu besuchen kommen. Absolute Wunschkinder!!! Was machen diese? Sie ließen sich zum Blödsinn gegen Gott bequatschen. Die Konsequenz war, dass die Menschheit seit dem vom Blödsinn nicht mehr lassen kann: Mord, Ausbeutung, Ungerechtigkeit, Krieg, Gewalt u.v.m. sind seitdem unsere Begleiter.
Die Menschheit entfremdete sich immer mehr von Gott, also wurde er selber Mensch um diesen Abstand wieder zu überbrücken. Er, Jesus, kam als kleines Kind, Sohn eines einfachen Handwerkers (vermutlich Ich-AG), in einem Stall zur Welt (=Weihnachten – Lukas 2,1-7). Er machte alle Höhen und Tiefen im Leben mit: wurde bejubelt und verraten, vergöttert und wie ein Verbrecher hingerichtet (=Karfreitag – Lukas 23,33-49). Doch er blieb Gott, er besiegte den Tod indem er nach drei Tagen auferstanden ist (=Ostern – Lukas 24,1-12).
Gott ist der liebevolle Vater, zu dem jeder kommen kann. Er läuft seinen verlorenen, elenden, kranken, kaputten,gestressten Kindern nach um ihnen Würde, göttliche Gemeinschaft und ewigen Frieden zu verleihen. Er lässt dich nicht im Stich!
Nunja, der Mensch entfremdet sich mehr und mehr von sich selbst, anstatt “wahre Ziele” anzustreben, verfängt er sich allzu schnell in Sachzwängen und Konsumlogik und Isoliert sich. Gedöns wie Mord, Ausbeutung, Ungerechtigkeit, Krieg, Gewalt, Kurzliebigkeit, Angst, Trägheit aber auch Liebe, Zuneigung und Freundschaft, liegen allem Anschein nach seit jeher in der menschlichen Natur. Vergessen wir nicht, das wir uns unsere “Fesseln” meist selbst gewählt haben und weiterhin nur von “Freiheit” träumen werden, in einer Gesellschaft, in der jeder in seinem eigenem Käfig wohnt und mehr oder weniger auf Veränderung hofft. Verstehe und akzeptiere deine Intention aber an 2000 Jahre alten Gleichnissen festzuhalten, und auf Vergebung Gnade oder Erlösung zu hoffen, naja… Jeder sieht die Welt mit seinen eigenen Augen, aber dennoch guter Text.
ich weiß, etwas durchinander
«submit comment» ist englisch, nach weihnachten kommt noch da ein toller button hin.
Du schreibst, die menschen haben sich ihre fesseln selbst gewählt und können von ihrer freiheit nur träumen… denkst du nicht, dass es mit ein bisschen charakterstärke und selbstbewusstesein möglich ist, sich aus fesseln zulösen? fesseln finden oft nur in unseren kopf statt, sind bequem und wir haben uns daran gewöhnt. ist es so schwer ein wenig energie aufzuwenden und sie zu sprengen um ein bisschen mehr freiheit in unsere leben zu lassen?
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Gute Andacht Martin, doch der Schluss hat irgendwie keinen Bezug zum Ende oder Titel.Was hat es mit der Spätabtreibungsdebatte auf sich? Den Zusammehang da hab ich nicht ganz verstanden…
PS: “Submit Comment” ist englisch oder
?